Rauchwarnmelder nach DIN 14604

Was Sie über die Rauchmelderpflicht in Deutschland wissen sollten

Wo gilt die Rauchmelderpflicht?

Die Rauchmelderpflicht gilt grundsätzlich für gesamt Deutschland. In Bayern gilt die Pflicht für Neu- und Umbauten seit Januar 2013 und in Bestandsgebäuden eine Nachrüstplicht ab Januar 1018.

Wer ist Verantwortlich?

Verantwortlich für die Realisierung der Rauchmelderpflicht sind die Eigentümer selbst. Das heißt, als Mieter sprichst du am besten direkt mit deinem Vermieter – der für den Einbau verantwortlich ist. Als Eigentümer musst du ab 2017 in allen Bundesländern die Rauchmelderpflicht beachten. Sie gilt für jedes Schlaf- und Kinderzimmer sowie für jeden Flur oder Eingangsbereich.

Wie viele Rauchmelder sind sinnvoll?

Abgesehen von der vom Gesetzgeber vorgegebenen Mindestaustattung empfehlen wir zudem auch jeweils einen Rauchwarnmelder im Wohnbereich und in der Küche zu installieren, da hier im normalfall größere Brandherde zu finden sind.

Welche Rauchmelder sollte ich kaufen?

Um die Rauchmelderpflicht zu erfüllen ist nicht geregelt, welche Rauchmelder du montierst. Jedoch bist du bzw. dein Vermieter für die Funktionsfähigkeit verantwortlich. Darum solltest du auf eine Batterielaufzeit von 10 Jahren nicht verzichten, um langfristig geschützt zu bleiben und nicht regelmäßig Batterien austauschen zu müssen. Darüber hinaus empfehlen wir dir einen sogenannten Dualwarnmelder. Er alarmiert dich nicht nur bei Rauch- sondern auch bei Hitzeentwicklung. Für optimalen Schutz empfehlen wir dir vernetzbare Rauchmelder. Sie sind untereinander gekoppelt und schlagen simultan Alarm, sobald einer von ihnen ausgelöst wird. Auch das wird in der Rauchmerlderpflicht nicht vorausgesetzt – ist aber durchaus sinnvoll um deine Familie optimal zu schützen.

Die Haftungsfrage bei vermietetem Wohnraum

In Bundesländern mit Rauchmelderpflicht ist in der Regel der Vermieter für die Installation der Rauchwarnmelder verantwortlich. Ob der Mieter oder der Eigentümer für die Wartung zuständig ist, ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In Bayern ist für die Beschaffung der Eigentümer der Wohnung zuständig, jedoch nicht für die Wartung. Das heißt, für die Wartung ist der Mieter zuständig, wenn der Vermieter diese Aufgabe nicht freiwillig übernimmt.

Was passiert, wenn trotz Pflicht kein Rauchmelder installiert ist?

Da weder in Deutschland noch in Österreich Kontrollen oder Strafen vorgesehen sind, passiert Nichts – solange es nicht brennt.

Kommt es zu einem Brand mit Personenschaden, sind Ermittlungsbehörden in den meisten Fällen mit der Aufklärung befasst. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit jemand danach fragen, ob Rauchwarnmelder installiert und regelmäßig gewartet wurden. Handelt es sich um eine vermietete Wohnung und der Vermieter ist für den Einbau der Rauchwarnmelder zuständig, kann es großen Ärger geben.

Die Gebäude-Versicherung wird unter Umständen versuchen, die Leistung zu kürzen und sich dabei auch eventuell auf einen statistischen Rückgang der Schadenshöhe in den Bundesländern, die bereits seit längerem eine Rauchmelderpflicht haben, berufen. Allerdings hat zumindest die Allianz-Versicherung richtig erkannt, dass Rauchwarnmelder einzig und allein den Zweck haben, Menschenleben zu retten und nicht den Brandschaden zu begrenzen.

Ähnlich äußert sich der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GdV) zu dem Thema. In einem auf news-aktuell veröffentlichten Interview stellt Kathrin Jarosch klar, dass der fehlende Rauchwarnmelder für den Brand ursächlich sein müsste, damit es irgendeinen Einfluss auf den Versicherungsschutz hat.

Unabhängig von der Pflicht zum Einbau oder deren Kontrolle sollte sowohl für Eigentümer wie auch für Mieter die Sicherheit des eigenen Lebens und das der Familie oberste Priorität haben. Oder anders gefragt: Würden Sie sich und ihre Kinder im Auto nicht trotzdem anschnallen, wenn es für das Unterlassen keine Strafe gäbe?

Müssen Einbau und Wartung von Rauchwarnmeldern dokumentiert werden?

Die DIN 14676 führt im Kap. 6.1 zur Instandhaltung aus:

"Die Funktionsfähigkeit jedes installierten Rauchwarnmelders muss regelmäßig überprüft und durch Instandhaltungsmaßnahmen sichergestellt werden. Der Rauchwarnmelder ist nach Herstellerangaben, jedoch mindestens einmal im Abstand von 12 Monaten, mit einer Schwankungsbreite von höchsten ± 3 Monaten einer Inspektion, Wartung und Funktionsprüfung der Warnsignale zu unterziehen. Die Ergebnisse der Überprüfung und Maßnahmen sind zu dokumentieren."

Vor allem für Vermieter, aber auch für Eigentümer selbst genutzter Wohnungen und Mieter, empfehlen wir die Dokumentation mit dem Gerätepass und Wartungsheft für Rauchwarnmelder.

Alle Rauchwarnmelder einer Wohnung oder eines Wohnhauses können in diesem Heft zusammenhängend und lückenlos dokumentiert werden. Betriebsanleitungen und andere wichtige Dokumente, die für die Wartung und Fehlersuche benötigt werden, sind immer griffbereit.

Was ist die “Fachkraft für Rauchwarnmelder”?

Die aktuelle Fassung der DIN 14676 gibt Empfehlungen für den Nachweis der Kompetenz von Dienstleistungserbringern, die die Planung, den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern durchführen.

In Anlehnung an Artikel 26 der EG-Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG werden folgende Anforderungen gestellt:

"Die Fachkraft für Rauchwarnmelder muss über einen Kompetenznachweis für die Projektierung, Installation und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern verfügen, der alle fünf Jahre zu aktualisieren ist.
Es wird empfohlen, Dienstleister mit Fachkräften für Rauchwarnmelder für Planung, Einbau und Instandhaltung zu beauftragen."

Rauchwarnmelder ist nicht gleich Rauchwarnmelder!

In Deutschland dürfen nur Rauchwarnmelder auf dem Markt vertrieben werden, welche die Vorraussetzungen der DIN Normen erfüllen.
Des weiteren sollten die Rauchwarnmelder durch eine unabhängige Prüfinstitute wie VdS oder Kriwan getestet und zertifiziert sein.

Zusätzlich ist zu empfehlen, einen sogenannten Q-Label Rauchmelder zu verwenden. Das „Q” ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchwarnmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Das „Q” wird in der Regel in Verbindung mit den bekannten Prüfzeichen der Prüfinstitute VdS Schadenverhütung oder dem KRIWAN Testzentrum verwendet.

Warum die Rauchwarnmelder von einer zertifizierten Fachkraft installieren lassen?

Viele denken dass es egal ist wo sich der Rauchwarnmelder befindet. Diese Meinung ist Grundsätzlich falsch.

Es gibt zum Beispiel Vorgaben laut DIN, wo sich ein Rauchwarnmelder zu befinden hat.
Des weiteren muss die Installation, sowie die Regelmäßige Wartung dokumentiert werden, um im Schadensfall nicht grob Fahrlässig gehandelt zu haben.

Wir als zertifiziertes Unternehmen übernehmen für sie die Montage, die Wartung und die Dokumentation.
Sprechen Sie uns einfach an, wir erstellen Ihnen selbstverständlich ein unverbindliches Angebot.